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Spuren auf dem Albuch

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Burgstall und Knillwäldchen

Wanderzeit: 1 1/4 Stunden,

Höhenunterschied: 65 m

 

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(Klicken Sie auf die Landkarte, um eine größere Ansicht zu erhalten, die Sie auch ausdrucken können)

 

 

Wir fahren nach Sontheim im Stubental zum Dorfhaus-Parkplatz vor dem Meteorkratermuseum (ext.) (ausgeschildert). Von dort gehen wir 10 m nach Osten zur Ortsstraßenkreuzung. Hier sehen wir im Süden, in gut 100 m Entfernung, den Fußweg hinauf zum „Burgstall“, der im Hochmittelalter (1101) die Burg Michelstein trug. Auf dem Gipfel des Felsrückens finden sich noch wenige behauene Steine, das Fundament des ehemaligen Burgfrieds. Das meiste Gestein der Burg wurde sicher einst als Baumaterial im nahegelegenen Sontheim vermauert. Von der Burghöhe blicken wir in alle Himmelsrichtungen: Der Meteorkrater ist von hier aus deutlich zu erkennen (eine Hinweistafel zeigt den geologischen Schnitt des Steinheimer Beckens).
Westlich des Burgstalls schließt sich der bewaldete Birkel an, die Fortsetzung des Felsriegels, der den Meteorkraterrand heute noch sichtbar werden lässt,
Südlich führt die „Schwäbische Alb-Straße“ das Stubental von der Alb herunter nach Heidenheim in das Brenztal, vorbei am „Sontheimer Wirtshäusle“ am Fuße unseres Berges. Das Stubental ist erdgeschichtlich jünger als der Meteorkrater.
Nach Norden, direkt zu unseren Füßen, liegt Sontheim im Stubental. Gleich auf dem Feld unter uns stand einst (3. Jhdt.) eine eingefriedete Alemannensiedlung am spätrömischen Überlandweg nach Urspring, und ein vorchristlicher Weg führte hier aus dem Donauraum hinüber über die Alb, über den Messelstein nach Donzdorf, in den Neckarraum. Hinter Sontheim erhebt sich der zentrale Meteorkraterberg, der Steinhirt, mit dem Klosterhof - einer Augustinergründung (1190 durch die Herren von Albeck), die später zum Königsbronner Zisterzienserkloster gehörte (durch König Albrecht I. 1303 initiiert) -. Ein Teil von Steinheim wird hinter dem Steinhirt sichtbar.
Im Osten sehen wir, dem Kraterrand entlang, den Weg, den wir uns vorgenommen haben. Zuvor dürfen jedoch die Kinder an den kleineren Felsen ihre Kletterkünste, natürlich unter Aufsicht der Eltern, zeigen. Die kleine Pause, die wir danach einlegen, füllen wir aus mit einer kleinen Erzählung über „Die Burg Michelstein, die Edelfräulein und der Minnesänger“. Jetzt ziehen wir, immer auf der Heide bleibend, dem Kraterrand entlang nach Osten. Wem dieser Pfad zu beschwerlich ist, nimmt den „Geologischen Wanderweg“, der bezeichnet ist, zum Knillwäldchen (bei der Gemeinde Steinheim ist das Heftchen „Der geologische Wanderweg im Steinheimer Becken“ erhältlich). Wir aber überqueren den „Talboden des ehemaligen Wentalflusses“, der hier in früheren erdgeschichtlichen Zeiten in den Fluss des Stubentals einmündete. Damit überqueren wir das landwirtschaftliche asphaltierte Sträßchen, das sich an der linken Seite dieses Talbodens in das Stubental hinabsenkt. Wir aber bleiben auf der Heide und steigen zum nächsten kegeligen Gipfel hinan. Im Frühjahr kann es sich lohnen, dabei nach Küchenschellen und Frühlingsenzianen (streng unter Naturschutz) zu schauen. Ein lieblicher Randweg führt auf dem „Geologenweg“, auf den wir hier wieder treffen und dessen Hinweistafeln empfohlen werden, weiter nach Osten. Schon sehen wir den mit alten Weiß- und Rotbuchen bestandenen Knill direkt vor uns. Das Knillwäldchen ist ein Paradies im Hochsommer für Kinder. Und für manchen Erwachsenen gilt dieser Hain als besondere Stätte (Gisela Graichen: „Es ist gut vorstellbar, dass hier in alter Zeit die Menschen ihre Naturreligion ausübten“). Auch dazu gibt es eine Erzählung: „Das Knillwäldchen“. Geologisch gesehen ist dies schon ein besonderer Platz. An der Ostseite des Knillberges finden sich drei verschiedene Gesteinsarten: auf den Kraterrand heraufgeschobene Weißjuraschollen, dann Randbildungen des Kratersees - tertiärer Süßwasserkalk mit Schnecken - als jüngstes Gestein, und dann noch uralter Brenztal-Trümmeroolith. Der Trümmeroolith befindet sich hart am Rande des Kraters, aber doch schon außerhalb.
Hinter dem Knillwäldchen weiter nach Osten erstreckt sich eine schöne weiche Wacholderheide. Diese gehen wir 300 m bis zum Waldrand und biegen dort nach links, nach Norden, ab. Wir bleiben auf der Hangkante ca. 500 m bis wir auf einen Feldweg kommen, der von rechts unten heraufführt. Diesen gehen wir weiter, überqueren die nach Steinheim führende Strasse und folgen dem Fußweg entlang dieser Straße bis zur Firma Rieger. Dort führt ein Wiesenweg, einem Wassergraben entlang, nach Süden, nach Sontheim, oder nach Südheim, wie dieser Ort im frühen Mittelalter bei seiner Gründung genannt wurde. Dieses Sumpfgebiet, durch das wir wandern, ist der letzte Rest des ehemaligen Kratersees. Die Kinder sind dankbar für die Vielfalt der kleinen Wassertiere die zu sehen sind. Im Frühjahr können schon einmal seltenere Vögel hierher kommen, wie der Storch, im Norden brütende Enten oder auch Kiebitze.
Der Wiesenweg endet leider nach einem halben Kilometer und wird als Asphaltsträßchen fortgeführt. Als kleiner Trost begleiten uns links Äcker, in der Regel mit vielfältigster Fruchtfolge und rechts Wiesengelände, das leider vor fast 50 Jahren drainiert wurde.
Im Zentrum von Sontheim empfiehlt sich noch der Besuch des Kratermuseums (ext.).
 

 

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Spuren auf dem Albuch

 

Individuelle Wanderungen um Steinheim:

 

Allgemeines

 

Meteorkrater- Rundwanderweg Steinheim

 

Steinhirt und Klosterhof

Wanderzeit ca. 1 Stunde

 

Burgstall und Knillwäldchen

Wanderzeit ca. 1 1/4 Stunden

 

Grabhügel und Stockbrunnen

ca. 8 km

 

Über den Zigeunerweg

Wanderzeit ca. 2 ½ Stunden

 

Die Bohnerzgruben auf dem Wellesberg und die Grabhügel im Küpfendorfer Holz

ca.  4 km

 

Köhlerei

Radwanderung 13 km

Höllental-Köhlerei-Schäfhalde

 

Söhnstetten Sontheim

Radwanderung 19 km

 

Weiherwiesen

Radwanderung 29 km

Tauchenweiler-

Weiherwiesen-Wental

 

Alter Postweg

Radwanderung 25 km

Alter Postweg - Heidhöfe - Gnannenweiler - Klösterle 

 

Familienwanderung

Fuß- oder Radwanderung

eine echte Familienwanderung!

Klösterle - Bibersohl (Hohensohl) - Wental (Mühlgrund) – Wentalweible – Gnannental

 

Die Kelten

Kleine Radwanderung im Stubental und zu den "Kelten"

Radwanderung für unsere Kleinen

ca. 14 km

 

Bronzezeitl. Wälle

Die bronzezeitliche Trilogie.
Drei bronzezeitliche Wälle auf der Ostalb.
 

Heidenheimer Geschirr

zwei Wanderungen zu den ehemaligen Tongruben

 

Steinheim am Albuch (ext.)

 

 

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