www.feilerseiten.de

 

Spuren auf dem Albuch

 

Zurück Nach oben Weiter

 

Die Kelten

Kleine Radwanderung im Stubental und zu den "Kelten"

Radwanderung für unsere Kleinen

 

Sontheim/Stubental - Heuchstetter Brücke – Steinbruch Wager – Neuselhalden – Neuselhalder Feld – Zehnbuchenweg – Grabhügel – Sontheim

 

Gesamtstrecke 14 km

 

Höhenunterschied 130 m

 

Mit dieser Wanderung besuchen wir auch ein Gebiet der ganz frühen Überlandwege - Gebiet der Kelten mit deren Hügelgräber. Im Gefolge entstand dort oben das wohl schon im 14. Jahrhundert wieder abgegangene Stockheim, eine Gründung aus der merowingischen Zeit. Dieser Ort diente der Sicherung des Albübergangs.

 

zur Karte

(Klicken Sie auf die Landkarte, um eine größere Ansicht zu erhalten, die Sie auch ausdrucken können)

 

Vor dem Meteorkratermuseum in Sontheim besteigen wir auf 520 Höhenmetern unsere Drahtesel, fahren links zum Riedweg und gleich anschließend rechts nach Süden, unter dem Burgstall, der ehemaligen Burg Michelstein vorbei, zur Straßenkreuzung der B 466. 

Achtung! Sehr gefährliche Kreuzung!

Diese Kreuzung überqueren wir und biegen nach 150 m rechts in den asphaltierten Feldweg ein. Nach 250 m biegt unser kleines Feldsträßchen nach rechts ab um gleich darauf entlang der B 466 nach Westen zu führen. Diesen ruhigen Radweg nehmen wir knappe 5 km bis zum Steinbruch Wager an der Abzweigung zum Dudelhof., Vorher, auf halber Strecke, überqueren wir die Heuchstetter Straße. Ohne dass wir es bemerkt haben, sind wir schon auf 560 Höhenmetern angelangt.

Vorsichtig gehen wir über die B 466 hinüber auf das Wagersche Steinbruchgelände, fahren geradeaus noch 100 m aber halten uns ganz links bis zu dem Kalksträßchen, das links zu den Feldern hinaufführt. Hier müssen die kleinen Radfahrer vielleicht kurz absteigen und schieben, doch bald geht es flott westwärts auf Asphaltweg hinüber zur Verbindungsstraße Söhnstetten-Neuselhalden. Dieser Verbindungsstrasse folgen wir bis Neuselhalden. Auch hier mag es für 300 m sein, dass es heißt: „Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt!“ Doch bald sind wir auf dem Scheitelpunkt unserer Fahrt auf 650 Höhenmetern angelangt.

Vor uns liegt Neuselhalden mit seinen Kuhweiden und den Reiterhöfen. Neuselhalden durchfahren wir Richtung Steinheim, fahren aber gleich 100 m nach dem Ortsende rechts ab und dann geradeaus bis hinüber zur Neuselhalder Heide. Gleich nach den Äckern geht rechts diagonal ein breiter Heideweg zur Höhe hinauf. Dort treffen wir auf den Albvereinsweg Richtung Steinheim.

Verweilen wir hier oben etwas, wir haben es verdient! Schauen wir in die Runde: Nach Nordosten über die unendlich scheinenden Wälder, nach Nordwesten über die weiten Felder Richtung Gnannenweiler. Kann man sich vorstellen, dass dieses weite Land keltisches Pferdeland war? Und hier oben verliefen Überlandwege im Mittelalter, unweit hinter Neuselhalden ging der Alte Postweg, er heißt heute noch so, von Cannstatt über die Messelsteige herauf, an uns vorbei und hinunter ins Donautal, hinein in den Orient – uraltes keltisches Gebiet. Die Römer haben diesen Weg nachweislich ebenfalls benutzt, dann die Alemannen und der Merowinger König Dagobert, ließ im 7. Jahrhundert zur Sicherung der Albübergänge kleine Orte gründen. Hier oben muss man das damals gegründete Stockheim vermuten: Hier dieses Feldstück heißt Stockbrunnen, dieser Brunnen liegt aber südlich im Wald. Eine Abteilung dieses südlichen Waldes heißt Stockfeld und anschließend nach Südwesten dehnt sich der Stockhau. Vielleicht liest jemand den Kleinen im Schatten einer Fichte, trotz Sommer, die Erzählung Vorweihnachtszeit in Stockheim vom Schwein Amalie. Hier oben war nämlich lange Zeit Waldweide für die Schweine von Sontheim und Söhnstetten. Auch dazu gibt es noch Hinweise: Sohlsträßle und Sautriebweg.

 

Auf dem Heideweg geht es nun leicht abfallend ostwärts zum östlichen Waldrand. Kurz vorher, rechter Hand liegt im Gebüsch noch eine große Hülbe und kurz danach, im Wald, auch rechts, schon die nächste. Wir fahren das Zehnbuchensträßle durch den Wald einen Kilometer hinunter

 

100 m  vor dem Waldrand biegt rechts der „Grabhügelweg“ ab, den wir Richtung Süden im Buchenhochwald weiterfahren. Nach 500 m erhebt sich vor uns der erste Kelten-Grabhügel. Wenige Meter noch und wir stoßen auf das Quersträßchen, das durch das Gräberfeld führt.

Knapp 20 Grabhügel aus der keltischen Zeit empfangen uns. Ursprünglich waren diese deutlich höher. Alle möglichen Einflüsse, wie von Fuchs- und Dachsbauten, von Bewaldungen und schließlich von Grabräubern, führten zu den jetzigen niedrigen Hügelformen. Vielleicht gab es hier in der Nähe auch eine keltische Viereckschanze, ein mit Graben und Wall gesicherter Wohn- Verwaltungs- und Kultus-Bereich.

Das Sträßchen fahren wir links hinab und gelangen, kurz vor dem Waldrand, auf eine Abzweigung. Zunächst gehen wir nach links bis zum Waldrand. Rechts am Waldrand lädt eine Bank zum Verweilen ein. Nehmen wir uns die Zeit hinauszuschauen in die liebliche „Kraterlandschaft“, in dieses schöne Panorama. Hier kann die Erzählung über Die Grabhügel auf dem Vorderen Grot den Kindern vorgelesen werden. 

 

Nun fahren wir aber nach Sontheim zurück. Dazu gehen wir wieder hinein in den Wald zu unserem Waldsträßchen und fahren dieses 250 m bergab bis zum Leimgrubenweg, der hier vom Wald nach Sontheim hinunterführt.

Der Name Leimgrube meint natürlich Lehmgrube (Steinheimer Schwäbisch: Lehm heißt Loem oder Ledda und Leim heißt Bäbb, das ist Kleber). Nahe Sontheim wurden hochwertige Tone abgebaut und daraus „Heidenheimer Geschirr“ (von ca. 400 n. Chr. bis 1860 und länger) gebrannt, auch für den Export.

 

Zu schnell würde ich hier aber nicht hinunterfahren, ich vertraue schon auf Euer fahrerisches Können, aber hier können bei hellem Tag, wenn man die Augen aufmacht, Füchse, Hasen oder sogar Hermeline gesehen werden.

 

Nun sind wir in Sontheim, halten uns rechts auf der Hauptstrasse bis zum Gasthaus zum Rössle, dort biegen wir links ein und sind an unserem Ausgangspunkt.

 

Zurück Nach oben Weiter

 

Spuren auf dem Albuch

 

Individuelle Wanderungen um Steinheim:

 

Allgemeines

 

Meteorkrater- Rundwanderweg Steinheim

 

Steinhirt und Klosterhof

Wanderzeit ca. 1 Stunde

 

Burgstall und Knillwäldchen

Wanderzeit ca. 1 1/4 Stunden

 

Grabhügel und Stockbrunnen

ca. 8 km

 

Über den Zigeunerweg

Wanderzeit ca. 2 ½ Stunden

 

Die Bohnerzgruben auf dem Wellesberg und die Grabhügel im Küpfendorfer Holz

ca.  4 km

 

Köhlerei

Radwanderung 13 km

Höllental-Köhlerei-Schäfhalde

 

Söhnstetten Sontheim

Radwanderung 19 km

 

Weiherwiesen

Radwanderung 29 km

Tauchenweiler-

Weiherwiesen-Wental

 

Alter Postweg

Radwanderung 25 km

Alter Postweg - Heidhöfe - Gnannenweiler - Klösterle 

 

Familienwanderung

Fuß- oder Radwanderung

eine echte Familienwanderung!

Klösterle - Bibersohl (Hohensohl) - Wental (Mühlgrund) – Wentalweible – Gnannental

 

Die Kelten

Kleine Radwanderung im Stubental und zu den "Kelten"

Radwanderung für unsere Kleinen

ca. 14 km

 

Bronzezeitl. Wälle

Die bronzezeitliche Trilogie.
Drei bronzezeitliche Wälle auf der Ostalb.
 

Heidenheimer Geschirr

zwei Wanderungen zu den ehemaligen Tongruben

 

Steinheim am Albuch (ext.)

 

 

Haben Sie Fragen zu den Wanderungen?